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Buchrezension: "Eine kurze Geschichte der Menschheit"

Aus Newscontex

Buchvorstellung "Eine kurze Geschichte der Menschheit", Yuval Noah Harari

Was haben Staaten und Grenzen, Menschenrechte und Gesetze, Geld und Konzerne, Götter und Religionen gemeinsam? All das sind Gedankenkonstrukte, die nur in unserer kollektiven Phantasie existieren. Und weil alle daran glauben, scheinen sie für uns genauso greifbar zu sein, wie ein Stein oder eine Blume auf einer Wiese. In Wirklichkeit sind das Phantasiegebilde, die von der Menschengemeinschaft im Laufe der Zeit aus dem einen oder dem anderen Grund erschaffen wurden.

Yuval Noah Harari, 2011

Yuval Noah Harari, 2011
Von Yuval Noah Harari - Yuval Noah Harari, CC BY 3.0, [1]

Was sich wie ein Plot eines düsteren Zukunftstrillers wie das der "Matrix"-Trilogie anhört, ist der Versuch des israelischen Historikers Yuval Noah Harari, unsere gesellschaftlichen Zusammenhänge, unsere als fundamental geltenden Werte, die Ethik und die politischen Strukturen, in ein populärwissenschaftliches Buch zu verpacken. Harari, der an der Hebräischen Universität Jerusalem lehrt, schreibt interessant, aufschlussreich und zugleich amüsant. Es gelingt ihm scheinbar spielerisch, dem Leser die komplexesten Sachverhalte in einer einfachen, präzisen Sprache nahezubringen.

Auf 528 Seiten schafft er den Spagat, die komplette menschliche Evolution unterzubringen, wie sie in der modernen Anthropologie gesehen wird. Dabei legt er den Schwerpunkt auf die Zeit zwischen der Kognitiven Evolution und der Moderne. Das Buch ist für alle, die an Anthropologie, Geschichte und Sozialwissenschaften interessiert sind.