Aktionen

Die Gretchenfrage - ist Gretas Weg der Richtige?

Aus Newscontex

Seit einigen Monaten füllt das schwedische Mädchen Greta Thunberg die Schlagzeilen. Von renommierten Magazinen bis hin zu lokalen Gazetten. Zumeist fällt die Berichtserstattung in einem positiven Licht aus. Mit ihren Schulstreiks hat sie eine der größten Massenbewegungen jüngster Zeit in Europa und darüber hinaus mobilisiert. Die Sechzehnjährige fand nicht nur mediale Aufmerksamkeit, sondern schaffte im Steilflug auf internationale politische Bühne. Ein zerbrechlich wirkendes, psychisch krankes Mädchen.

Ein Mädchen bewegt die Massen

Ein Mädchen bewegt die Massen

Für die einen ist Greta die moderne Jeanne d'Arc für die anderen wie den AfD-Politiker Andreas Kalbitz das "kleine mondgesichtige Mädchen mit Zöpfen". Ist die Idee, die sie verbreitet, automatisch richtig und gut, nur weil sie von der Rettung der Welt spricht? Warum hört man kaum skeptische Stimmen in Verbindung nicht mit Gretas Person, sondern ihrer Art zu mobilisieren, ihrer Art zu sprechen? Oder ist keine Kritik zulässig, weil sie ein kleines, krankes Kind ist?

Die Schulstreiks im Zuge der Fridays-for-Future-Bewegung entwickelten sich innerhalb kürzester Zeit zum Selbstläufer und fanden in vielen Ländern Tausenden von Nachahmern. Greta rettet Klima. Und mit ihr Hunderttausende andere Jugendliche. Aber ist das so?

Ein hasserfülltes Gesicht einer Greta Thunberg mit einer Mischung aus Pippi Langstrumpf und Chucky wird zur Ikone stilisiert. Das ist so typisch für unsere Zeit. Nur weil sie sich für das angeblich Richtige engagiert, rechtfertigt es ihre Mittel? Und kein Wort Kritik von den Medien gegen die ideologischen Hasstiraden. Denkt daran, dass jede Ideologie nur ein Kind ihrer Zeit ist.

Jede Ideologie immunisiert sich gegen jegliche Kritik und erhebt das eigene Weltbild zum Dogma. Angesichts einer stetig wachsenden Anhängerschaften der AfD spaltet die Bewegung um vermeintlich bessere und saubere Welt um Thunberg und wie aus dem Nichts von der Bundesregierung aufgegriffenen Ideen mit Steuererhöhungen zu begegnen die Gesellschaft in der Mitte und treibt der AfD weiteres Klientel in die Arme. Die Alternative für Deutschland kündigte sofort an, den Schwerpunkt für das kommende Wahlprogramm gegen die Steuererhöhung für CO2 zu setzen. Und wieder ist es ein Eigentor für die zu weit nach links abgedriftete Große Koalition.

Wie aggressiv die Ideologie der neuen Klimaaktivisten verteidigt wird, sieht man an der Schließung der Facebook-Gruppe "Fridays for Hubraum" oder einer Shitstorm-Lavine gegen den Komödianten Dieter Nuhr, der in seiner Sendung es wagte, Greta in zwei Sätzen satirisch aufs Korn zu nehmen.

In den Medien wird die Umweltbewegung als ein Konsens ganzer Gesellschaft präsentiert. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Das beweist deutlich die Spaßgruppe "Frides for Hubraum", die innerhalb weniger Tage mehr als 400.000 Follower fand. Sie musste aus Rechtssicherheit geschlossen werden, weil sie von linksgrünen Aktivisten massiv sabotiert wurde.

Die CO2-Abgabe ist jetzt also eine beschlossene Sache. Wem nützt das, was wird sie bewirken? Wird sie bewirken, dass eine auf dem Land lebende und im Schichtdienst arbeitende Krankenschwester oder wenigverdienende Friseurin ihren alten Corsa gegen ein nagelneues eAuto für läppische 40.000 Euro eintauscht? Im Ernst? Dann ist die alte Ölheizung in ihrem schäbigen Eigenheim fällig. Als Nächstes wird die Fassade gedämmt werden müssen. Wie sollen Menschen mit einem niedrigen bis mittleren Einkommen es finanzieren? Werden sie deswegen weniger CO2 produzieren? Indem sie weniger zu Arbeit fahren oder weniger zu Hause heizen?

Greta interessiert es nicht. Als Tochter von prominenten Eltern kennt sie so ein Leben nicht. Die Nöten und Sorgen von einfachen Leuten. Von erwachsenen Leuten, die ihre Kinder großziehen müssen. Kinder, die konsumieren wollen.

Und was ist mit Greta? Entsagt sie dem umweltzerstörerischen Konsum? Wohl kaum! Sie verzichtet nur auf Fliegen und übt sich in Rhetorik. Auf die zwei großen Hunde, mit denen sie sich auf Instagram so gern präsentiert, und auf ihr Handy verzichtet sie natürlich nicht. Wie nahezu jeder Jugendlicher in den besser gestellten Ländern. Und was ist mit dem Rest der Welt? Jedes indische Kind in den Slums vom Bombay träumt auch von einem iPhone mit Datenflatrate und einem Instagram-Account. Sind das nicht die Kinder, die WIRKLICH ihrer Kindheit beraubt sind? Aber nein, Greta möchte nicht, dass die armen 6 Milliarden Menschen auch ein Stück des Konsumkuchens abbekommen. Wie könnt sie es wagen?!