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Erneute Infektion durch hinrnzerstörende Amöbe

Aus Newscontex

Todesfall durch Amöbeninfektion

Das klingt fast wie im Horrorfilm: Kleinstlebewesen dringen beim Baden durch die Nase ins Gehirn und nisten sich dort ein.

Ansteckungswege durch Naegleria fowleri

Ansteckungswege durch Naegleria fowleri, Bild: Centers for Disease Control and Prevention

Leider ist das kein Film. Im US-Bundesstaat North Carolina starb Ende Juni ein 18-jähriges Mädchen an der Infektion mit dem gefährlichen Parasiten. Sie infizierte sich wohl beim Kentern mit einem Boot während eines Ausflugs in einem Natur-Wasserpark.

Der parasitäre Einzeller mit dem Namen Naegleria fowleri lebt in warmen, stehenden Gewässern. Normalerweise ernährt sich das amöbenähnliche Trophozoit von Bakterien und zerfallenden organischen Substanzen. Bei oraler Aufnahme ist der Einzeller völlig harmlos. Dringt er beim Baden jedoch in die Nase ein, kann er sich entlang des Riechnervs bis zum Gehirn ausbreiten, wo er eine eitrige Hirnhautentzündung verursacht. Nach 3 bis 7 Tagen kommt es zu ersten Symptomen wie Fieber, Übelkeit, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Auf die kurzfristig, aber heftig verlaufenden Symptome folgt das Koma und anschließend der Tod.

Amöbenartige Naegleria fowleri kommt weltweit in stehenden Süßwassergewässern vor. Die meisten Ansteckungen häufen sich jedoch in Australien und in den USA. Der amöbenartige Organismus wurde erst 1970 wissenschaftlich beschrieben. Trotz des weltweiten Vorkommens und des fast immer letalen Ausgangs sind die Ansteckungen vergleichsweise selten. In den USA wurden zwischen 1962 und 2014 133 Menschen mit dem Einzeller infiziert.

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