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Pokémon Go: Iran verbietet das Handyspiel

Aus Newscontex

Islamische Obrigkeiten sehen in dem Spiel eine Gefahr

Immer mehr islamische Länder verbieten das vor allem unter Jugendlichen beliebte Smartphone-Spiel "Pokémon Go".

Ein Pokemon, sichtbar mit einem Smartphone

Ein Pokemon, sichtbar mit einem Smartphone

Die iranischen Behörden verboten das interaktive Monsterjagd-Spiel mit der offiziellen Begründung, das Spiel gefährde seine Nutzer. Die Sicherheitsbehörden sperrten den Zugang zur App und nahmen entsprechende Webseiten vom Netz. Zuvor war das Spiel von den obersten islamischen Autoritäten in Saudi-Arabien sowie in Malaysia mit einem Verbot auferlegt. Das Spiel verderbe seine Benutzer, hieß es.

In Deutschland gibt es gespaltene Meinung zum angesagten Nintendo-Spiel. Zwar ist man sich weitgehend einig, dass die Monsterjagd keinen moralischen Schaden nach sich ziehe, jedoch dass das Spiel vor allem für Verkehrsteilnehmer gefährlich werden könnte, ist unbestritten. Die Mehrheit der Krankenkassen steht jedoch hinter dem Spiel. Das Spiel fördere in erster Linie Outdoor-Aktivitäten. Und Bewegung ist eine präventive Maßnahme gegen Fettsucht und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems.

Nintendo ließ im Juli 2016 das in den 1990er erfundene Spiel neu aufleben. Bei Pokémon Go geht es darum, in der realen Welt mit seinem Smartphone kleine Monster einzufangen, die sich an jedem erdenklichen Ort verstecken können.