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Stopp von AstraZeneca in Deutschland - herber Rückschlag gegen die Pandemie

Aus Newscontex

Wie die Sensationsgier und Negativismus der Medien das Vertrauen in einen Impfstoff zerstörten.

Das war's! Das Vertrauen der Bevölkerung in den Impfstoff, ja in die Impfung allgemein, ist dahin. Dabei stellt eine Impfung die einzige Möglichkeit dar, aus der Pandemie herauszukommen. Der Kosten-Nutzen-Faktor von Impfungen ist unübertroffen. Durch kein Medikament!

AstraZeneca-Impfampullen
Bild: Whispyhistory, Wiki commons

Warum wird es von der Bevölkerung nicht so wahrgenommen? Aus zweierlei Gründen. Erstens: Das Gros der Medien ist hinter Views, Klicks und Auflagen her, anstatt auf gut recherchierte, ordentliche Berichtserstatung Wert zu legen. Zur journalistischen Aufgabe gehört es, Fakten zu schaffen und Sachzusammenhänge zu erörtern. Im Falle von AstraZeneca wurde stattdessen nur nach Fehlern und Unstimmigkeiten gesucht, statistisch irrelevante Fälle wurden als große Ereignisse postuliert, wissenschaftliche Preprints als große Studien dargestellt. Wenn Menschen regelrecht mit solchen Negativschlagzeilen bombardiert werden, dass man sich nach der Impfung unwohl fühlt, dass Impfungen zu allergischen Reaktionen führen, dass ein Heimbewohner nach der Impfung gestorben sei und bei anderen sich gefährliche Blutgerinnsel bilden würden.

Dass Menschen verunsichert und hellhörig gemacht wurden, steht außer Frage. Wer hört da noch hin, wenn ein bebrillter Professor die statistischen Korrelationen und Wahrscheinlichkeiten erörtert? Womöglich auch nur bei Öffentlich rechtlichen oder gar in einem Podcast? Hört da einer noch hin? Nein! Die negativen Nachrichten bleiben bei den Menschen hängen, verunsichern und ängstigen sie. Wenn da einer mit nüchterner Betrachtungsweise kommt, wird er nicht mehr wahrgenommen. Astra Zeneca, ein moderner, guter Impfstoff, ist tot. Die Medien haben weder eine ganze Arbeit geleistet. Ein Hoch auf demokratische Yellow Press!

Und Zweitens, wo bleibt die Bundesregierung? Sie versagt scheinbar auf ganzer Linie und verliert ihre Glaubwürdigkeit. Die Regierung Merkel macht natürlich nicht alles falsch. Wir sind im Vergleich mit anderen Staaten noch relativ gut durch die Pandemie gekommen. Nur es fehlt der Regierung an einem Fahrplan, an einer Strategie. Lockdowns hin und her - wir sind jetzt in einer aktiven Phase der Pandemie angekommen. In einer Phase, in der man handeln muss. Und Massenimpfungen ist die eizig mögliche Waffe gegen das Virus. Es wurde nicht nur versäumt, ausreichend genug Impfstoff einzukaufen, es wurde versäumt, diesen Impfstoff schnell genug an den Mann zu bringen. Und das Wichtigs­te: Bei den ganzen Querdenkern, Reichsbürgern, Esoterikern, Biozentrikern, Impfzweiflern und Impfverweigerern wurde es versäumt, in eine ordentliche Aufklärungskampagne für Impfungen zu investieren. Der eine, ab und zu ausge­strahlte Werbespot ist zu wenig.

Und was ist jetzt mit AstraZeneca? Der Rufmord der Medien hat eine ganze Arbeit geleistet. Die Verimpfung ist jetzt ausgesetzt. Auch wenn keine medizinisch relevanten Zusammenhänge gefunden werden sollten, so ist das Vertrauen in dieser Impfstoff völlig zerstört. Ich glaube nicht, dass man neue Charge von AstraZeneca noch bestellen wird, auch wenn der Impfstoff sich (nochmal) als völlig unbedenklich erweisen sollte. Wenn die bereits gekauften Impfdosen verfallen oder gar vernichtet werden sollen, wäre das eine Katastrophe. Sollte sich der Impfstoff nach der erneuten Prüfung wirklich als unbedenklich erweisen, wäre es wünschenswert, wenn man ihn zumindest an gesunde Impfwillige verabreichen würde. Ich wäre einer der ersten, der sich einen Impftermin beim Hausarzt machen würde. Das Versprechen von Jens Spahn, allen impfwilligen Erwachsenen bis Ende des Sommers ein Impfangebot zu ermöglichen, sehe ich als fraglich. Es bleibt bei einem leeren Versprechen. Wieder einmal.