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Blinkist - ein Erfahrungsbericht: Unterschied zwischen den Versionen

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(kein Unterschied)

Aktuelle Version vom 2. Dezember 2019, 17:51 Uhr

Was taugt die Blinkist-App mit den auf 15 Minuten Lesezeit reduzierten Büchern?

Als wissbegieriger Mensch, der seine Zeit möglichst effektiv zu nutzen versucht, entdeckte ich vor einiger Zeit die App Blinkist. Ich habe es lange vor mich hergeschoben, die App auszuprobieren. Nun nahm ich mir endlich etwas Zeit und lud die App runter. In diesem Artikel möchte kurz meine Erfahrung mit dieser App teilen.

Ein eBook-Reader auf dem Stapel gedruckter Bücher (Symbolbild)

Wer es noch nicht weiß - Blinkist bietet Sach-eBooks und teilweise Audiobooks in komprimierter Form an. Angeblich kann man sich so ein Sachbuch in fünfzehn bis zwanzig Minuten durcharbeiten und den Inhalt schnell merken, weil man sich nur auf das Wesentliche konzentriert. Ich wollte es genau wissen.

Man kann die App leider nicht starten, ohne sich registrieren zu müssen. Im nächsten Schritt muss man ein Jahres-Abo für 79,99 Euro abschließen, um alle Vorzüge der App nutzen zu können. Zum Testen der App hat man sieben Tage Zeit. Sofern man nicht mindestens einen Tag vor Ablauf gekündigt hat, wird die Mitgliedschaft kostenpflichtig. Das trübt einem ziemlich die Freude. Dass Blinkist es ernst meint, muss man gleich die Bankverbindung angeben. Ansonsten kommt man nicht weiter.

Ich war fest entschlossen, die App auszuprobieren und durchlief etwas zähneknirschend das Anmeldeprozedere. Schließlich gelangt man in den Auswahlbereich. In der Sieben-Tage-Testphase bekommt man täglich ein zufälliges Blink, also ein komprimiertes eBook, zum Lesen. Ich denke, das ist ausreichend, um sich ein Bild von der Qualität des Lesestoffs und von der Wirkung des geballten Wissens auf das Langzeitgedächtnis zu machen.

Was man als Lesestoff präsentiert bekam, waren "Ratgeber", um die ich in der Buchhandlung normalerweise einen großen Bogen mache. Ich habe mir jedoch die Zeit genommen, sie alle durchzulesen. Mich hat es interessiert, wieviel ich von einem Buch in mich aufnehmen und behalten kann. Na ja, die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Die Blinks lesen sich wie ein Aufsatz und fesseln nicht wirklich. Sie unterscheiden sich, meiner Meinung nach, weder inhaltlich noch in der Länge von Magazin-Beiträgen. Ein echtes Buch können sie leider nicht ersetzen. Hier fehlt die Tiefe und auch die Zeit, die man mit dem Buch verbringt. Ich bewerte persönlich Bücher danach, wie oft ich zum Textmarker - mittlerweile Digitalem - greife. Das Bedürfnis hatte ich bei den Blinks kein einziges Mal. Aber vielleicht lag das nur an den Blinks, die ich zu lesen bekam.

Da mir das baldige Abo von rund 80 Euro im Jahr drohte, wollte ich am Tag drei kündigen. Das erwies sich komplizierter als gedacht. Weder in der App als auch auf der Seite fand ich die Einstellung zur Kündigung, trotz vieler Ratschläge im Netz. Wie es sich herausstellte, macht es einen Unterschied, ob man die Registrierung über den Browser oder über die App abgeschlossen hat. Komplizierter geht es kaum noch! Wer die Registrierung, so wie ich, über die App abgeschlossen hat, kann die 7-Tage-Probemitgliedschaft über einen Link aus der Bestätigungsemail oder über die Aboverwaltung in iTunes (sofern man ein iOS-Gerät nutzt) beenden. Der Nutzer muss darauf vertrauen, dass die Kündigungsabwicklung auf diese Weise funktioniert. Auf eine Bestätigungsmail habe ich vergeblich gewartet.

Fazit

Die Blinks eignen sich gut dazu, sich einen Eindruck von dem einen oder dem anderen Buch zu verschaffen. Eine echte Buchlektüre können sie, jedenfalls für mich, nicht ersetzen. Da man die Einstellung zur Kündigung nicht sofort findet, sollte man die sieben Tage Probezeit nicht ausreizen. Perfekt und kundenfreundlich wäre die Einbindung direkt in die App! Bei der Registrierung wird man ausdrücklich darauf hingewiesen, die Probemitgliedschaft spätestens 24 Stunden vor Ablauf zu kündigen.